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Der Lilienthal-Preis - ein Ehrenpreis der besonderen Art

Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist ein Impulsgeber für Wachstum und Beschäftigung in der Region Berlin-Brandenburg. Um die Leistungsfähigkeit der hier ansässigen Unternehmen und Institutionen in einer besonderen Form zu würdigen, wurde im Jahr 2004 auf Initiative von Udo Gorontzy und Bernd Schlütter (TechnoMedia, Eichwalde/Wandlitz) der Lilienthal-Preis ins Leben gerufen.
Seither werden mit dem Lilienthal-Preis Unternehmen und Institutionen für besonders innovative, marktnahe und zukunftsträchtige Leistungen im Bereich der Luft- und Raumfahrt geehrt. Als Maßstab für die Bewertung der Preiswürdigkeit wird die Marktrelevanz sowie die Praxisreife des vorgelegten Projektes bewertet.

Der Lilienthal-Preis steht unter der Schirmherrschaft des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit. Im Zuge der Entwicklung und der stärkeren Vernetzung der Luft- und Raumfahrtbranche am Standort Berlin-Brandenburg wurde der Lilienthal-Preis zunehmend auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt und begehrt. Mittlerweile nehmen Institutionen und Unternehmen bundesweit an der Ausschreibung des inzwischen fest in der Luftfahrtbranche etablierten Ehrenpreises teil.

Die bisherigen Preisträger stehen mit ihren Projekten und Innovationen sowohl deutschland- als auch europaweit in der ersten Reihe.



Preisträger


2012

Der Lilienthal-Preis ging in diesem Jahr an Recaro AircraftSeating: Am 10. Mai 2012 nahmen Unternehmensvertreter anlässlich des "Tages der Luft- und Raumfahrt Berlin-Brandenburg" die Auszeichnung für den .
Prämiert wurde das Unternehmen für das erfolgreich in den Markt eingeführte Produkt BL3520: "Es freut uns sehr, den Lilienthal-Preis für unseren innovativen Economy-Class-Sitz in Empfang zu nehmen", erklärte Dr. Mark Hiller, Vorsitzender der Geschäftsführung von Recaro AircraftSeating. "Unser BL3520 ist ein wahres Erfolgsprodukt: Er überzeugte nicht nur zahlreiche Fachjurys – der Lilienthal-Preis ist bereits die vierte Auszeichnung, die wir allein für diesen Sitz verliehen bekommen haben. Aufgrund der einzigartigen Kombination aus Leichtbau, Komfort und Platzgewinn haben sich überdies zahlreiche Airlines weltweit für das Produkt entschieden: Seit dem Marktstart Ende 2010 haben wir Aufträge für mehr als 100.000 Sitzplätze erhalten.".
Quelle: Tanja Cukalac, RECARO Aircraft Seating-PR



2011

Rund 180 geladene Gäste kamen zum 7. Tag der Luft- und Raumfahrt in der Hauptstadtregion am 12. Mai 2011 nach Wildau. Für die Veranstalter Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz, Zentrum für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz und Technische Hochschule Wildau [FH] war dieser Tag ein voller Erfolg. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des kurz vor der Eröffnung stehenden BBI.
Der diesjährige Lilienthalpreis ging an den Flugzeughersteller STEMME AG in Strausberg vor den Toren Berlins. Die Firma erhielt den Preis für eine weltweite Neuheit: den S15 -Patroller. Dieses Flugzeug kann sowohl mit Pilot wie auch unbemannt abheben. Es wird beispielsweise zur Überwachung bei Waldbränden, von Pipeline- und Solaranlagen eingesetzt.
Quelle: Berlin Brandenburg Aerospace Allianz e.V


2010

Die Berliner „Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH“ erhielt den Lilienthal-Preis 2010. Die Auszeichnung wurde zum Tag der Luft- und Raumfahrt Berlin-Brandenburg am 29. April von der Lilienthal-Preis-Stiftung übergeben. Der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH ist es gelungen, sogenannte „Bus-Komponenten“ zu entwickeln. Das sind einerseits Transportbehälter, in denen Mini-Satelliten auf einer großen Trägerrakete sicher ins All befördert werden. Weiter sorgen spezielle Auswurf- und Haltesysteme dafür, dass ein Satellit zur richtigen Zeit in der richtigen Position ins All katapultiert und sanft im Orbit ausgesetzt wird.



2009
Die Firma Carl Zeiss Optronics GmbH, Oberkochen ist Träger des Lilienthal-Preises 2009. Sie wurde für die Entwicklung von „Mivotherm“ – einem System zur Vorwarnung vor Vogelschlag in der Luftfahrt ausgezeichnet. Mit Hilfe eines Systems von vier stereoskopisch (räumlich/dreidimensional) angeordneten Wärmebildgeräten werden mittels Stereo- mapping (simultanes Einsammeln der Informa- tionen in höchster Genauigkeit) Entfernung und Geschwindigkeit von Vogelschwärmen exakt ermittelt. Die so ermittelten Daten können umgehend ausgewertet und an den Fluglotsen mit einer Einstufung des Vogelschwarms in eine Gefährdungsklasse weitergegeben werden. So kann ein Zusammentreffen von Flugzeug und Vogelschwarm effektiv verhindert werden.


2008
Den Lilienthalpreis 2008 erhielt die FTI Group für eine hochinnovative Weiterentwicklung eines überwachungssystems der Luftbetankung, das so genannte Approach Monitoring System. Damit ist es erstmals möglich, die sehr komplexen und nicht ungefährlichen Vorgänge der Annäherung von Flugzeugen bei der Luftbetankung zu messen und zu registrieren. Mit dieser neuen Technologie wird die Luftbetankung sicherer und zuverlässiger. Durch die Auswertung der so gewonnenen Daten können Erfahrungen gesammelt werden, die für die Ausbildung und das Training der Piloten von großem Wert sind. FTI Group gelang diese Entwicklung durch den Einsatz von laserbasierter Avionik, die eine Messung und Erfassung der Daten in Echtzeit ermöglicht.



2007
Den 1. Preis im Jahr 2007 erhielt die Firma CryoSnow GmbH, Berlin für die Entwicklung eines Schneestrahl-Trolleys, der zu den bisherigen Spezialreinigungsgeräten im Luftfahrtbereich eine außerordentlich kostengünstige und umweltfreundliche Alternative darstellt.

Der im Jahr 2007 ausgelobte Sonderpreis „Airport of the Future“ konnte an zwei Unternehmen vergeben werden. Die Firma Karp GmbH, Königs Wusterhausen wurde für die Entwicklung intelligenter Sicherheitslogistik für Flughäfen CASTaF (Computer Aided Screening, Tracking and Fixing) ausgezeichnet und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Berlin erhielt den Preis für die technische Umsetzung eines neuartigen Terahertz-Scanners, der in den Zugangskontrollbereichen der Flughäfen das Durchschleusen von Waffen, Sprengstoffen und Drogen verhindert.











2006

Das Unternehmen AQUAROTTER GmbH, Ludwigsfelde erhielt die Auszeichnung für die „Entwicklung eines Waschplatzsystems für den Airbus A380“. Der Airbus A380 wird serienmäßig mit speziell für diesen Flugzeugtyp entwickelten Sanitärsystemen aus dem Hause AQUAROTTER ausgestattet. Das mittelständische Unternehmen aus Brandenburg hat sich mit der Herstellung von Spezialarmaturen und Frischwassersystemen für mobile Nassräume in der Luftfahrtindustrie bereits seit vielen Jahren einen guten Namen gemacht.




2005
Mit dem Lilienthal-Preis 2005 wurde die Firma AneCom Aero Test GmbH, Wildau ausgezeichnet. Mit einem Komplettangebot an ingenieurtechnischen Leistungen zur experimentellen Validierung von Triebwerkskomponenten bietet das Unternehmen seinen Kunden ein weltweit einzigartiges Angebot im Bereich Triebwerksforschung und -technik. Am Standort in Wildau betreibt das Unternehmen seit 2002 ein leistungsfähiges Ingenieurbüro sowie ein hochmodernes Verdichterprüfzentrum.


2004
Die ersten zwei Preisträger waren die Holmberg GmbH, Berlin, die für die Entwicklung eines digitalen Handapparates für den Einsatz in Verkehrsflugzeugen ausgezeichnet wurde und Jürgen Pankow, der gemeinsam mit der Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH, Schönefeld einen Multifunktionstester zur Fehlersuche in Avionik-Anlagen in Flugzeugen aufbot.